Erfrieren Fische im Winter?

Aus NaviNatur International (DE)
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Nein, dank der Anomalie des Wassers erfrieren sie nicht.

Die Anomalie des Wassers bedeutet,dass das Wasser bei 4°C seine höchste Dichte hat.Dann ist es schwerer als kälteres Wasser und sinkt deshalb nach unten.Ist es kälter, dann steigt es auf. Die Eisdecke isoliert im Winter das Wasser von der Aussentemperatur der Umwelt. Wenn Gewässer, z.b. Seen, doch zufrieren, geschieht dies von oben nach unten.


Daher ist im Winter die höchste Temperatur (4°C)an der tiefsten Stelle des Sees. Da sich die Fische im tieferen Teil des Gewässers aufhalten, erfrieren sie nicht. Sie senken ihren Stoffwechsel herab und sind weniger aktiv. Dies wird auch als Winterstarre bezeichnet. Manche verstecken sich unter Totholz um Ruhe zu finden.

Warum brauchen sie die Umgebungstemperatur von 4°C?

Fische sind wechselwarm, dass heisst, das sie an die Temperatur angepasst sind. Ist es warm, sind sie es im Körper auch. Sinkt die Umgebungstemperatur (in dem Falle Wasser), nimmt auch ihre Körpertemperatur ab. Wird es kälter als 4°C können die Fische sterben.


Quellen: Wir haben unsere Informationen von Infoblättern, die Herr Wimschulte und Herr Bleck uns zusammengestellt haben und von Andreas Lange (Fließgewässer-Experte), der unsere NaviNatur-AG im November besuchte.