Die Lebensräume

Elbtalaue

Die Elbtalaue im Nordosten Niedersachsens ist eine Landschaft, die durch die Kraft der Schmelzwasserströme am Ende der Weichseleiszeit geformt wurde: Am Rande der riesigen Gletscher, die aus Skandinavien bis nach Norddeutschland vorgedrungen waren, bahnte sich die Urelbe vor etwa 12.000-15.000 Jahren ihren Weg nach Nordwesten. Sie stellte den größten Schmelzwasser-Sammelstrom Norddeutschlands dar. Das Schmelzwasser der Gletscher stürzte ins Urstromtal und formte auf dem Weg zur Nordsee die Landschaft. Die dabei abgelagerten Sande bildeten die für die Elbtalaue charakteristischen Binnendünen.

Die Elbe ist einer der größten Ströme Mitteleuropas: Sie entspringt im Riesengebirge Tschechiens, passiert nach 364 km die deutsch-tschechische Grenze, durchquert in Deutschland sieben Bundesländer, um schließlich, nach insgesamt 1091 km, bei Cuxhaven in die Nordsee zu münden.

Auch heute noch prägt der Strom mit seinen wechselnden Wasserständen den Naturraum und das Leben der Menschen in der Talaue. Regelmäßige Winterhochwasser nach der Schneeschmelze sowie gelegentliche Sommerhochwasser nach starken Niederschlägen im Einzugsgebiet sorgen für ständig wechselnde Lebensbedingungen. 1997 wurde das Gebiet der Mittelelbe, welches sich über fünf Bundesländer (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt) erstreckt, von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.

 

Das Biosphärenreservat Schaalsee

wurde im Jahr 2000 durch die Weltorganisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) als internationales UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt.

Das 309 km² große Schutzgebiet liegt zwischen den Ballungszentren Hamburg, Lübeck und Schwerin. Der 24 km² große Schaalsee bildet das Kernstück des Großschutzgebietes. Die stark strukturierte Uferkante und die großen Höhenunterschiede im Bodenprofil machen ihn ökologisch so wertvoll. Es ist aber nicht nur der Schaalsee selbst, sondern auch die biotop- und artenreiche Landschaft um den Schaalsee, die das Gebiet so einmalig macht.

Das Biosphärenreservat Schaalsee repräsentiert als Landschaftstyp den zentralen Bereich des „Baltischen Buchenwaldes“. Naturnahe Buchen- und Bruchwälder, Moore, zahlreiche Seen und Kleingewässer aber auch kulturabhängige Ökosysteme wie Weideland, Feuchtwiesen und Äcker prägen die abwechslungsreiche Kulturlandschaft.

Durch den Schaalsee verläuft die Grenze zwischen den Bundesländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Vor dem Fall der innerdeutschen Grenze war das die Grenze zwischen der DDR und der BRD. Die Westseite des Schaalsees wurde schon 1960 als Naturpark „Lauenburgische Seen“ unter Schutz gestellt.

 

Die Breite vom Hutewald zum Naturpark

Die Breite ist ein Plateau, direkt auf der an Schäßburg angrenzenden Bergkette. Dort, wo vor langer Zeit ein Wald war, befindet sich heute eine 133 ha große Graslandschaft mit altem Baumbestand aus Eichen. Diese Gegend war früher ein Hutewald, hier weideten Kühe, Schafe, Ziegen und im Herbst fanden die Schweine ihr Fressen. Viele Bäume wurden gerodet, nur die Eichen blieben als Nahrungsquelle für Schweine stehen. Deshalb gibt es heute eine Vielzahl von 350 - 450 Jahre alten imposanten Eichen, die älteste ist sogar schon 800 Jahre alt.

Zur Zeit des Kommunismus versuchten die Bauern der Umgebung die Breite als Ackerland zu nutzen. Nachdem man Entwässerungsgräben gezogen und Versuchsfelder angelegt hatte, wurde diese Idee aber verworfen, da sich der Aufwand nicht lohnte.

Heutzutage wird die Fläche nur noch selten als Weideland für Ziegen und Schafe genutzt, deshalb breitet sich zum Beispiel die Hainbuche stark aus. Um dieser Bewaldung entgegenzuwirken, werden Flächen gerodet. In einem Aufforstungsprojekt wurden junge Eichen gepflanzt, um abgestorbene Bäume zu ersetzen, damit soll die Charakteristik der Breite erhalten bleiben.

Ein Teil der Breite ist Sumpfgebiet, in dem seltene Amphibienarten, wie die Gelbbauchunke, vorkommen. Da es aber seit Juli 2011 zu wenige Niederschläge gab, ist diese Fläche zurzeit ausgetrocknet und die seltenen Sumpftiere vor dem Aussterben bedroht. In der Breite gibt es eine große Vielfalt an Flora und Fauna, da das Gebiet in den letzten 50 Jahren wenig landwirtschaftlich genutzt wurde. Hier leben auch Bären, Wölfe, Rotwild, Rehwild und Hasen, außerdem viele Vogelarten wie zum Beispiel acht von neun weltweit bekannten Spechtarten und Kolkraben. Neben dem Mist- und Hirschkäfer sowie anderen seltenen Insekten gibt es eine Vielzahl von essbaren und giftigen Pilzen.

 

 

Donaudelta

Die Donau ist 2857 Kilometer lang und fließt durch zehn Länder: Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Polen, Slowakei, Moldawien, Ukraine und Rumänien. In Rumänien mündet sie ins Schwarze Meer und bildet dort das Donaudelta. Es ist nach dem Wolgadelta das zweitgrößte Flussdelta Europas. Es besteht aus drei Hauptarmen sowie unzähligen Seitenarmen, Röhrichten, schwimmenden Inseln, Altarmen und Seen, aber auch Auwäldern sowie extremen Trockenbiotopen auf Dünen. Das 5000 km² große, weltweit einmalige Ökosystem ist Europas größtes Feuchtgebiet, es gilt als größtes zusammenhängendes Schilfrohrgebiet der Erde und ist der Lebensraum von über 4000 Tier- und über 1000 Pflanzenarten. 

1991 erklärte die UNESCO das Delta zu einem Teil des Weltnaturerbes, seitdem ist es Biosphärenreservat.

Schäßburg und Umgebung

Sighisoara (deusch Schäßburg) liegt in Siebenbürgen in Rumänien und hat 32.570 Einwohner. Sie liegt an dem Fluss der großen Kokel. Ihr einzigartiges historisches Zentrum wurde 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Schäßburg wurde im 12. Jahrhundert von den Siebenbürger Sachsen, den deutschen Einwanderern, gegründet.